Schmetterling
Wiesenmeisterschaft 2008
Wiesenmeister 2008 prämiert mehr...

Almauftrieb in Niedergladbach 18. Mai 2008

Zum 7. Mal laden der Landschaftspflegeverband, die Gemeinde Schlangenbad und die Erzeugergemeinschaft Schlangenbad herzlich zum Almauftrieb in Niedergladbach ein. Der Almauftrieb mit einer kompletten Schafherde beginnt wieder um 11:00 Uhr an der Dorflinde in Niedergladbach. Ab 12:00 Uhr wird ein uriges Rahmenprogramm auf dem Bolzplatz u.a. mit Schafescheren, Blasmusik, Alphornbläsern, Kutschfahrten, Führungen und Trachtenwettbewerb geboten. Passend dazu können regionale Leckereien von heimischen Erzeugern verköstigt werden.

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Verabschiedung von Helmut Schumann

Neue Impulse für die Landschaftspflege
Hans-Jürgen Finkler folgt als Verbandsvorsitzender im Kreis auf Helmut Schumann mehr Pressemitteilung Wiesbadener Kurier

15. März 2008 von 9 – 16 Uhr in Eltville-Rauenthal

 

Obstbaumschnittkurs des Landschaftspflegeverbandes in Eltville-Rauenthal

 


HELP-Kürzung bedroht Wiesentäler
Viele der reizvollen Wiesentäler im Taunus werden von engagierten Landwirten gepflegt. Schwierig zu bewirtschaftende Talzüge können nur mit finanzieller Unterstützung durch das Land Hessen weiter offengehalten werden. Eine Reduzierung der dazu notwendigen Mittel hätte negative Auswirkungen auf Natur, Landschaft, Tourismus und Einkommenssituation der Landwirte. Sehen Sie selbst in der PP Präsentation zum Download (3,4 MB).

 

Wiesenmeisterschaft 2008

Wiesenmeisterschaft 2008 im Rheingau-Taunus-Kreis - Landrat Albers überreicht Urkunden - Rheingauer Volksbank stiftet ersten Preis


Das Münchner Oktoberfest auf der „Wies’n“ ist zwar vorbei - im Rheingau-Taunus-Kreis spielen die Wiesen jedoch seit letztem Jahr eine ganzjährige Hauptrolle: Der Landschaftspflegeverband Rheingau-Taunus e.V.(LPV) hat nämlich erstmalig in unserer Region sowie auch erstmalig in Hessen im letzten Jahr eine Wiesenmeisterschaft durchgeführt und hierbei auch im Jahr 2008 mit dem Naturpark Rhein-Taunus sowie der Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH (RTKT) geeignete Kooperationspartner gefunden. Mit der Wiesenmeisterschaft werden Landwirte und Landbewirtschafter ausgezeichnet, die besonderes Engagement für den Natur- und Artenschutz und für den Erhalt wertvoller Kulturlandschaft zeigen.

Wenn auch die Juroren die Münchner „Wies’n“ gerne begutachtet hätten – im Rheingau-Taunus-Kreis wurden sie fündig: Zittergras, Stattliches Knabenkraut, Karthäusernelke, Feld-Mannstreu oder Hufeisenklee – das sind nur fünf der Rote-Liste Arten, die auf der Siegerfläche 2008 gefunden wurden. Nach Sichtung der weit über 20 vorgeschlagenen Wiesen hat die Jury, bestehend aus den Geschäftsführern der drei Kooperationsverbände, auf Grundlage einer naturschutzfachlichen Kartierung (Thomas Burckard, Geisenheim) die Preisträger ermittelt. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde werden die Bewirtschafter der besten Wiesen geehrt und durch Herrn Landrat Burkhard Albers sowie dem LPV-Vorsitzenden, Herrn Hans-Jürgen Finkler, Geldpreise in Höhe von 200, 300 und 500 Euro an die Erstplazierten überreicht.
Der Hauptpreis in Höhe von 500 Euro wurde von der Rheingauer Volksbank gesponsort und übergeben.
Und hier die Erstplatzierten der Wiesenmeisterschaft 2008:
1. Platz: Martina und Ansgar Zell, Wiese „Hauser Winkel“, Lorchhausen
2. Platz: Roland Becker, Wiese „Hinterm Mittelsoder“, Heidenrod-Springen
3. Platz Bernd Scheliga, Wiese „Auf dem Lehl“, Hohenstein-Strinz-Margarethä
Sonderpreis für Schaf- und Ziegenbeweidung:
Sascha Wassilew, Wiese „Ochsenrod“, Taunusstein-Wehen

 

 

Siegerehrung: Vordere Reihe v.l.n.r.: Herren Becker (2. Platz), Finkler
(Vorsitzender LPV), Frau Wassilew (Sonderpreis), Herren
Zell (Sieger WM 2008), Scheliga (3. Platz), Landrat Albers
Hintere Reihe v.l.n.r.: Frau Gallus (RTKT), Herren Braun
(Rheingauer Volksbank), Burckard (Kartierer), Windgasse
(Geschäftsführer LPV), Brückner (Geschäftsführer i.R.,
Naturpark)

Seit Gründung des LPV konnten durch extensive landwirtschaftliche Nutzung viele artenreiche Wiesen und Weiden erhalten oder wieder in Bewirtschaftung gebracht werden. Als Ergebnis dieser Arbeit kann die Preisverleihung der diesjährigen Wiesenmeisterschaft angesehen werden: Die prämierten Wiesen wurden über den LPV zum Teil schon seit über 10 Jahren im Rahmen des Hessischen Landschaftspflegeprogramms (HELP) gefördert und ohne den Einsatz von Pflanzenbehandlungs- und Düngemitteln bewirtschaftet.

Trotz erheblicher Verschlechterungen bei der Ausstattung der Agrarumweltmaßnahmen in Hessen möchte der LPV mit seiner Wiesenmeisterschaft die Bedeutung der ökologischen Leistungen der Landwirtschaft zum Erhalt der vielfältigen und artenreichen Kulturlandschaft im Rheingau-Taunus-Kreis herausstellen.
Der LPV leistet hiermit einen wichtigen Beitrag zur Regionalentwicklung durch Belebung des Landschaftsbildes und Förderung des Fremdenverkehrs.

Die Wiesenmeisterschaft wird auch in den kommenden Jahren fester Bestandteil der Arbeit und des Angebotes des LPV sein, im Sinne der Regionalentwicklung und Bewahrung des Artenreichtums der Kulturlandschaft im Rheingau-Taunus-Kreis weitere Akzente zu setzen.
Über Ablauf und Bewerbungsfristen der „Wiesenmeisterschaft 2009“ wird der LPV zeitnah informieren.

 

 


Porträt der Siegerfläche der Wiesenmeisterschaft 2008
(Karthäusernelke, Dianthus carthusianorum):
Bewirtschafter: Martina und Ansgar Zell, Lage der Fläche:
„Hauser Winkel“, Lorch-Lorchhausen

 

Obstbaumschnittkurs des Landschaftspflegeverbandes
in Eltville-Rauenthal

Bad Schwalbach / Eltville, 28. Februar 2008:
Der Landschaftspflegeverband Rheingau-Taunus e.V. (LPV) bietet in Zusammenarbeit mit dem Naturschutz-Zentrum Hessen (NZH) wieder einen Obstbaumschnittkurs zum Erlernen des fachgerechten Schnittes von jungen und alten Obstbäumen an. Der Kurs wird vom LPV in Zusammenarbeit mit dem Naturschutz-Zentrum Hessen (NZH) durchgeführt und richtet sich an interessierte Privatpersonen und Landwirte. Er findet statt am Samstag, den 15. März von 9 – 16 Uhr in Eltville-Rauenthal.
Der Lehrgang ist in zwei Teile gegliedert. Im theoretischen Teil (vormittags) werden Kenntnisse über die Ökologie der Streuobstwiese vermittelt sowie Gefährdungsursachen und Schutzmöglichkeiten dieses Biotops vorgestellt. Die Teilnehmer werden mit den grundlegenden Wuchsgesetzen und der fachgerechten Schnitttechnik vertraut gemacht. Nachmittags wird das Erlernte an verschiedenen Obstbäumen praktisch umgesetzt. Dabei geht es auch um den Einsatz des richtigen Werkzeuges und die Anwendung von biologischen Pflanzenschutzmaßnahmen.
Die Teilnehmergebühr beträgt 25,- €/Person.
Interessierte Personen werden gebeten, sich in der LPV-Geschäftsstelle, Heimbacher Str. 7, 65307 Bad Schwalbach, unter der Telefonnummer 06124 / 510-301 bzw.-306 oder per e-Mail:
lpv.rtk@t-online.de zu informieren bzw. anzumelden.

 

Neue Impulse für die Landschaftspflege
Hans-Jürgen Finkler folgt als Verbandsvorsitzender im Kreis auf Helmut Schumann



Helmut Schumann (li.) will kürzer treten und gibt nach dreizehneinhalb Jahren den Vorsitz des Landschaftspflegeverbands Rheingau-Taunus ab.
Sein Nachfolger ist Hohensteins Bürgermeister Hans-Jürgen Finkler.

 

 

Foto: RMB / Wolfgang Kühner
Von Barbara Dietel, Wiesbadener Kurier

Dreizehneinhalb Jahre war Helmut Schumann Vorsitzender des Landschaftspflegeverbands (LPV) Rheingau-Taunus. Jetzt will der frühere Bürgermeister von Hünstetten, der noch zahlreiche andere Ehrenämter hat, kürzer treten. Zu seinem Nachfolger wählte der Vorstand des LPV den Hohensteiner Bürgermeister Hans-Jürgen Finkler, den Wunschkandidaten von Schumann. Ihm zur Seite stehen als Stellvertreter Thomas Kunz als Vertreter der Land- und Forstwirtschaft und Michael Voll als Vertreter der Naturschutzverbände.
Der neue Vorsitzende versteht etwas von Landschaftspflege, ist er doch seit vielen Jahren eifriger Mitstreiter im Obst- und Gartenbauverein Strinz-Margarethä, einem der Partner des LPV. Der Streuobstbau und die
Veredelung zu Edelbränden, Apfelweinen und Säften zählt der Bürgermeister zu seinen Hobbys. Finkler musste also nicht lange überlegen, als ihm der Vorsitz angedient wurde. Mit Herzblut werde er die Arbeit machen, versprach er. Vieles habe der LPV in den 17 Jahren seines Bestehens erreicht. Vieles müsse aber noch getan werden. Dabei müsse der LPV die Vermarktung noch mehr im Auge haben. "Wichtig ist auch, dass wir die Bürger für unsere Sache gewinnen", betonte Finkler. Das zeige das Beispiel Hohenstein, wo Teile des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (Silek) mit Hilfe der Bürger bereits umgesetzt seien. Vor allem aber brauche der LPV neue Mitglieder. Bislang sind elf von 17 Kommunen sowie der Rheingau-Taunus-Kreis Mitglied im LPV. Zu seinen Mitgliedern zählt der LPV außerdem neun Verbände, darunter den Kreisbauernverband, den BUND, den Nabu und den Jagdverein. Viel Arbeit sieht Finkler noch auf sich zukommen, sieht der jedoch ganz entspannt entgegen. Schließlich hat ihm sein Vorgänger mit auf den Weg gegeben, dass es immer Spaß gemacht hat.
Auch wenn es nicht immer einfach war, die Interessen der Landwirtschaft und der Naturschutzverbände unter einen Hut zu bringen, so Schumann, der seit den Anfängen 1991 im Vorstand sitzt. Der Kommunalpolitik sei in dem freiwilligen Zusammenschluss von Land- und Forstwirtschaft, Naturschutzverbänden und Kommunalpolitik immer die Mittlerrolle zugekommen. Lag der Schwerpunkt anfänglich noch bei der reinen Flächenpflege durch Landwirte, gehören inzwischen auch die Anlage von Alleen und Streuobstwiesen, die Entbuschung von Flächen und ihre Offenhaltung durch Beweidung sowie der Erhalt von Trockenmauern oder die Pflanzung von Hecken oder einer Felholzinseln zu den Maßnahmen, die der LPV unterstützt. Dabei stellt der LPV seinen Mitgliedskommunen den Sachverstand zur Verfügung. Die Maßnahmen werden vom LPV geplant und mit Hilfe der örtlichen Landwirtschaft umgesetzt. Dabei fließen in der Regel Landesmittel.
Nicht alles ging immer reibungslos. Gegen den Einsatz von Ziegen zur Entbuschung von Flächen gab es viele Vorbehalte, erinnert sich Schumann. Die Frage wer haftet sei nur eine von vielen gewesen. Inzwischen fressen sich auf einigen Flächen Ziegen durchs Gestrüpp, gemietet vom LPV.
Obwohl es sich rechne, sind zum Bedauern von Schumann noch nicht alle Kommunen Mitglied im Landschaftspflegeverband. Um Niedernhausen und Idstein beispielsweise habe er sich vergeblich bemüht, erklärt Schumann, der nun auch seinen Sitz im Deutschen Landschaftspflegeverband niederlegen will. Er hofft, dass auch auf diesem Posten Finkler nachrückt. Schon deshalb, weil aus dem Gremium bereits eine Vielzahl von Anregungen gekommen seien, die im Rheingau-Taunus-Kreis aufgegriffen wurden. Der Almauftrieb in Niedergladbach, den der LPV mit organisiert, gehört ebenso dazu wie beispielsweise die Wiesenmeisterschaft, die in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfinden soll.